ERG-RU

Allgemeine Hinweise

St. Galler Lehrplan Volksschule

Der kirchliche Lehrplan für die Fächer Ethik, Religionen, Gemeinschaft - Kirchen (ERG-Kirchen) und Religionsunterricht (RU) bezieht sich auf die Kompetenzen des St. Galler Lehrplans Volksschule. Relevant sind die Kompetenzen NMG 11 und 12 im Zyklus 2 (3. – 6. Klasse) sowie ERG 1 bis 5 im Zyklus 3 (7. – 9. Klasse), die auf das Profil des jeweiligen Faches hin konkretisiert werden.

Kompetenzen

Kompetenzorientierung

Der kirchliche Lehrplan benutzt dieselbe Fachsprache, die auch in der Schule verwendet wird. Er übernimmt auch das Kompetenzverständnis: Sachkenntnisse (Inhalte) werden mit Fähigkeiten und Fertigkeiten (Handlungen) verbunden und kumulativ aufbaut, um Aufgaben und Herausforderungen in verschiedenen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll bewältigen zu können (Lebensweltbezug). Die einzelnen Schwerpunktthemen werden pro Klasse so strukturiert, dass über die Schuljahre die verlangten Kompetenzen aufgebaut werden können.

Kompetenzorientierung

Grundanspruch ERG

Manche Schülerinnen und Schüler werden die Kompetenzen rascher anwenden können, andere brauchen länger und wiederholtes Einüben. Nicht alle Schülerinnen und Schüler stehen am Ende einer Unterrichtseinheit am selben Ort. Deshalb muss in der neuen Klassenstufe immer wieder zuerst bei den Präkonzepten der Lernenden angesetzt werden und der Unterricht darauf aufgebaut werden. Einige Kompetenzstufen sind im Lehrplan Volksschule jedoch als Grundanspruch markiert. Das heisst, dass alle Schülerinnen und Schüler so lange gefördert werden sollen, bis alle am Ende des Zyklus diese Kompetenzerwartung erfüllen können. Es sind dies Folgende:

Grundansprüche

Grundanspruch RU

Der Grundanspruch im Religionsunterricht ist christliche Bildung. Dazu zählt die Persönlichkeits- und Herzensbildung im Blick auf religiöse Mündigkeit ebenso wie die Hinführung zum kirchlichen Leben und zur Sakramentenkatechese (Hinführung zum Abendmahl/Erstkommunion sowie Umkehr/Versöhnung) am ausserschulischen Lernort Kirche. Die pastoral Verantwortlichen verlassen sich darauf, dass die Grundlagen dazu im Religionsunterricht tatsächlich gelegt werden. Deshalb werden solche Themenbereiche als besonders verbindlich hervorgehoben. Es sind dies:

  • 3. Klasse
    NMG 12.1 Religiöse Spuren: Aufgenommen in die Glaubensgemeinschaft: Taufe verstehen.
    NMG 12.3 Religiöse Praxis: Gottesdienst feiern: Abendmahl und Eucharistie.
  • 4. Klasse
    NMG 11.4 Ethische Urteilsbildung: Nächstenliebe als christliches Handlungskriterium einschätzen.
    NMG 12.3 Religiöse Praxis: Rituale zu Umkehr und Versöhnung.

Obligatorische Inhalte

Der Lehrplan Volksschule bezeichnet innerhalb der verschiedenen Kompetenzen obligatorische Inhalte. Diese müssen im Unterricht verbindlich bearbeitet werden. Sie sind im kirchlichen Lehrplan sowohl in der Kompetenzbeschreibung als auch auf den Detaildarstellungen unter den Inhalten fett gedruckt. Die weiteren aufgelisteten Inhalte gelten als Vorschläge. Sie können je nach Schwerpunktsetzung oder Unterrichtsgestaltung ausgewählt und unterschiedlich gewichtet werden.

Biblische Themen

Die Kompetenzorientierung verlangt, dass das Lernen der Schülerinnen und Schüler stärker auf Anforderungssituationen ihrer Lebenswelt ausgerichtet wird. Die aufgebauten Kompetenzen sollen ihnen helfen, sich in ihrem gegenwärtigen und zukünftigen Leben auch in Fragen von Religion und Ethik orientieren und in Anforderungssituationen handeln und entscheiden zu können. Deshalb wird der Lehrplan RU nicht mehr von einer klassischen Struktur der theologischen Traktate her gestaltet. Theologische Themen und biblische Geschichten werden dort vorgeschlagen, wo sie mit einem Schwerpunktthema, mit einer lebensweltlichen Anforderungssituation in Verbindung gebracht werden können.

Verzeichnis der im Lehrplan aufgeführten biblischen Themen

Lehrmittelhinweise

Bei den Detailbeschreibungen der Schwerpunktthemen wird nach Möglichkeit auf aktuelle Lehrmittel hingewiesen. Die Hinweise sind mit der Literaturliste verlinkt. Diese Lehrmittelliste wird periodisch aktualisiert und allenfalls mit weiteren Unterrichtshilfen ergänzt.

Verzeichnis der im Lehrplan aufgeführten Lehrmittel

Beurteilung

Der Erziehungsrat hat entschieden, dass ERG-Schule und ERG-Kirchen nicht benotet werden. Im Zeugnis wird der Besuch vermerkt. Die Kirchen haben entschieden, dass auch der Religionsunterricht nicht benotet werden soll.

FAQ

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum kirchlichen Lehrplan in den Fächern Ethik, Religionen, Gemeinschaft – Kirchen (ERG-Kirchen) und Religionsunterricht (RU) an der Volksschule des Kantons St. Gallen sind in folgende Kapitel gegliedert:

A. Lehrplan allgemein, Nr. 1-6
B. Zyklus 1: Kindergarten und Klassen 1 und 2, Nr. 7-8
C. Zyklus 2: Klassen 3 bis 6, Nr. 9-10
D. Zyklus 3: Oberstufe, Nr. 11-13
E. Wahlpflichtfach Ethik, Religionen, Gemeinschaft (ERG), Nr. 14-19
F. Lehrpersonen für ERG-Unterricht, Nr. 20-22
G. Weiterbildung der Religionslehrpersonen für ERG, Nr. 23-25
H. Religionsunterricht (RU), Nr. 26-28
I. Ausserschulische Angebote am Lernort Kirche, Nr. 29-31
J. Fachschaften, Nr. 32-40
K. Weitere Fragen, Nr. 41-45

FAQ's