Katharina Luther

Als Kind im Kloster Nimbschen in Sachsen abgegeben, lebt Katharina von Bora das für sie bestimmte Leben. Mit Anfang zwanzig kommt sie durch die Schriften Martin Luthers, die heimlich kursieren, mit einer völlig neuen Gedankenwelt in Berührung. Wenn es – wie Luther schreibt – wahr ist, dass das Verhältnis des Menschen zu Gott allein von Gott bestimmt wird und nicht von den guten Werken der Gläubigen abhängt – was hält sie dann noch hinter den Klostermauern? Katharina wagt den Schritt ins Ungewisse und macht sich mit einigen ihrer Mitschwestern auf die Suche nach einem neuen Leben. Als die junge Frau, ohne rechtliche Stellung, ohne Einkommen und von ihrer Familie verstossen, im Hause von Lucas Cranach in Wittenberg unterkommt, begegnet sie dort Martin Luther persönlich.

Katharina erlebt ihn als einen völlig anderen als den «Hier-stehe-ich-und-kann-nicht-anders»-Kämpfer: verletzlich, krank, voller Zweifel und bis zur Erschöpfung arbeitswütig. Sie verliebt sich in den mit dem Kirchenbann belegten und von seiner Mission beseelten Reformator. Als seine Ehefrau beginnt sie ein neues Leben, entwickelt sich zur angesehenen Wirtschafterin, zur gleichberechtigten Gesprächspartnerin Luthers und wird Mutter ihrer gemeinsamen Kinder. Doch mit dem frühen Tod ihrer Tochter fallen sie und Luther in eine tiefe Trauer, in der alte Ängste und Zweifel die Eheleute einholen und voneinander abschotten. Erst als Katharina neuen Lebensmut gewinnt, findet sie zurück in ihr Leben.

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  • Spielfilm, 105 Min.
  • Mittelstufe, Oberstufe, Jugend, Erwachsene
  • Kirchenbild, Kirchenverständnis, Kirchengeschichte, Mission
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