Thema (ERG 8. Klasse)

Philosophische Fragen stellen, Begriffe klären und Visionen entwickeln

Lebensweltbezug/Anforderungssituation

Die Schülerinnen und Schüler erfahren Dilemmata im Alltag: (subjektives) Erleben von Ungerechtigkeit im Schulalltag, Erfahrung von (z.T. unterschwelliger) Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Name oder Geschlecht. Sie loten familiäre und schulische Grenzen aus: Welche Verhaltensgrenzen sind definiert? Wo sind Grauzonen? Was wird sanktioniert und mit welcher Konsequenz? Die Schülerinnen und Schüler werden in ihrem persönlichen Umfeld mit praktischen Lebensweisheiten konfrontiert (beispielsweise zu Berufs- und Partnerwahl, Lebensplanung, Sinn) und sind herausgefordert, eine eigene Position zu finden. Sie sind genötigt, die eigenen Neigungen und Begabungen mit den vorhandenen Möglichkeiten von Ausbildungsgängen und Berufswelt zu korrelieren sowie eine persönliche Entscheidung zu erwägen und zu treffen.

Inhalte
  • Die Fragestellungen zum Philosophieren können aus allen anderen Themen- und Kompetenzbereichen entnommen werden.
  • kurze lebensweisheitliche Texte (z.B. Sentenz, Anekdote, Fabel) auf ihre philosophische Pointe hin untersuchen und persönlich differenziert Stellung nehmen
Handlungsvorschläge
  • in Debatten und Diskussionen philosophische Fragen identifizieren und darüber mit Hilfe der 5-Finger-Methode philosophieren
  • mit Methoden des Gedankenexperiments oder der Visionsorientierung nicht nur problemorientierte, sondern auch zukunftsgerichtete Lösungswege suchen
  • lebensweisheitliche Elemente, die explizit oder implizit im Alltag begegnen, wahrnehmen und ins Gespräch bringen
  • den Gültigkeitsanspruch solcher Weisheiten kritisch prüfen
  • entscheiden und begründen, ob und mit welcher Verbindlichkeit eine Lebensweisheit für mich persönlich gilt
Kooperation Schule
D.3.C.1:

Die Schülerinnen und Schüler können sich aktiv an einem Dialog beteiligen

D.3.D.1:

Die Schülerinnen und Schüler können ihr Sprech-, Präsentations- und Gesprächsverhalten reflektieren.

D.1.C.1:

Die Schülerinnen und Schüler können Gesprächen folgen und ihre Aufmerksamkeit zeigen.