Thema (ERG 5. Klasse)

Religiöse Sprachformen erschliessen: Legenden, Gleichnisse

Lebensweltbezug/Anforderungssituation

In St. Gallen gibt es Lebkuchen mit einem Bären darauf. Der Bär ziert die Wappen der Appenzeller Halbkantone, des Bistums und der Stadt St. Gallen. Immer hören die Schülerinnen und Schüler die Legende von Gallus und dem Bären dazu: Ist sie wahr oder erfunden?

Inhalte
  • bildliche und symbolische Ausdruckweisen und Sprachformen im Unterschied zu faktischen Berichten
  • Gleichnisse (z.B. vom verlorenen Sohn), Legenden (Gallus und der Bär, Franziskus und der Wolf) etc. als religiöse Sprachform im Dienst der Glaubensbotschaft
  • Beispiele aus dem Christentum, aber auch muslimische und indische Erzählungen
  • Ortslegenden als Legitimierung von (heiligen) Personen, Gegenständen oder Orten, als lokales Brauchtum
Handlungsvorschläge
  • geschichtliche und religiöse Hintergründe von Legenden, Gleichnissen etc. aus dem Christentum und aus anderen Religionen erschliessen
  • Quellen erschliessen und hinterfragen, zwischen Geschichten (story) und Geschichte (history) unterscheiden; den übertragenen Sinn einer Legende, eines Gleichnisses etc. erklären
  • in Denkmälern, Brunnenfiguren, Ortsnamen, Wappen, Ortspatronen etc. Bezüge zu lokalen Legenden wahrnehmen und diese erzählen
Kooperation Schule
D.6.C.1:

Die Schülerinnen und Schüler erfahren, erkennen und reflektieren, dass literarische Texte in Bezug auf Inhalt, Form und Sprache bewusst gestaltet sind, um eine ästhetische Wirkung zu erzielen. Sie kennen wesentliche Merkmale von Genres und literarischen Gattungen.

D.2.B.1:

Die Schülerinnen und Schüler können wichtige Informationen aus Sachtexten entnehmen.

NMG 9.4:

Die Schülerinnen und Schüler können Geschichte und Geschichten voneinander unterscheiden.